Musik und Bier

Hi. Ich hab da mal was zusammengeschrieben. In erster Linie sind es Beobachtungen verknüpft mit autobiographischen Ereignissen und Büchern die ich gerne gelesen habe.Ich habe selbst über Jahre Musik gemacht (findest Du hier). Um Deine eigene Musik zu beschreiben benutzt Du dann im nächsten Satz Phrasen wie „klingt wie“ oder „hört sich an wie.“ Über diese Lektüre würde ich dann im Groben sagen, dass es irgendwas mit Christian Kracht, Benjamin von Stuckrad-Barre oder Bukowski zu tun haben muss. Nicht im Ansatz mit der Qualität, denn die ist einzigartig. Viel mehr aber mit der Stimmung und dem Genre. Ich bin über die Musik zum Schreiben gekommen, denn irgendjemand muss ja die Texte zusammenbasteln, wenn man Rock- und Popularmusik macht und nicht nur ständig über Liebe singen möchte. Also hab ich das dann gemacht. Ich habe noch hunderte von Texten rumliegen und habe dann irgendwann angefangen, aus diesen Erinnerungen und Fragmenten dieses kleine Buch zu schreiben.

Angefangen hat alles mit einer Erinnerung an eine Party in einer Bar in Kiel (bin gespannt ob der eine oder andere befreundete Leser die Bar erkennt). Ich war damals frisch getrennt von meiner Freundin und emotional irgendwo zwischen Rosamunde Pilcher und Chris de Burgh. Eine gefährliche Mischung sehr schlechten Geschmacks. Als irgendwann im Laufe des Abends „Believe“ von Cher gespielt wurde, setzte mir die Textzeile „Do you believe in life after love?” irgendwie zu. Kein wirklich guter Song, obwohl ich den Talkbox Effekt schon witzig fand. Den Rest des Abends lest ihr lieber selbst. Er macht Zeitsprünge aus dem analogen Zeitalter bis hin ins digitale und zurück. Vor allem aber wird viel Bier getrunken und Musik gehört. Denn sind wir doch mal ehrlich. Diese Welt wird immer komplexer und verrückter, so dass man kaum noch damit klarkommt. Daher kann es aus meiner Sicht nur hilfreich sein, wenn man sich auf nicht mehr als zwei Dinge fokussiert. Musik und Bier. In diesem Buch findet ihr beides.

Die Spotify Playlist zum besagten Abend in der Bar findet ihr hier. (wichtig) Das ebook findet ihr im amazon/Kindle store hier. Solltet ihr zu den apple Lemmingen gehören, könnt ihr es hier im apple store runterladen. Android User laden sich einfach die Kindle App aus dem Play Store runter.

Update 10.01.2018 – Ich habe mich nun doch zu einer Hardcover Version und gegen den amazon Riesen entschieden. Bestellbar ist es in der Buchhandlung Eures Vertrauens oder hier über diesen Link.

Viel Spaß beim Lesen, Musik hören und Bier trinken.

PP-Front

 

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I hate the Internet

I Hate the InternetI Hate the Internet by Jarett Kobek
My rating: 3 of 5 stars

To me it is a book which rides a bit on wave. Compared to the overall internet hype in the book. Yes – it is absolutely and brutally honest. It smashes directly into the face. It is finger pointing to millennials gives a warning as well what could happen in times of fake news and alternative facts. But it is not reading which makes fun. It is disruptive in using short chapters and clipped words. It repeats the same joke about eumelanin over and over as a technique which is after chapter 20 getting boring. It is an evil book which does not stop before Lady Gaga, Beyoncé, the Bush family, Twitter, you tube, google or instagram. If you like evil books, you should read it. I think the book must have been brilliant if the author would have known, that Trump will be the next president. I would love to read his comment on this.

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Das Paket

Das PaketDas Paket by Sebastian Fitzek
My rating: 2 of 5 stars

Für mich das bisher schlechteste Buch von Sebastian Fitzek. Es liest sich wie in Eile zusammengefügt und geschrieben. Jedes der kurzen Kapitel giert nach Effekten und Spannung und möchte sehr aufgesetzt dramatisch enden. Wie ein RTL Krimi. Aus meiner Sicht hat der Autor den Spannungsbogen extrem überspannt und um im Bild zu bleiben reisst irgendwann der Faden und lässt mich gelangweilt zurück. Ich habe 3 Tage für das Buch gebraucht. Es hat unterhalten, ein wenig.

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Das gibts in keinem Russenfilm

Das gibts in keinem RussenfilmDas gibts in keinem Russenfilm by Thomas Brussig
My rating: 5 of 5 stars

Für mich mein Buch 2016. Dieses Buch ist so intelligent verknüpft zwischen plausibler Vergangenheit und fiktiver Wirklichkeit, dass ich als Leser manchmal meine historischen Kenntnisse der DDR anzweifelte. Thomas Brussig schafft es ohne Mühe die DDR als Vorreiter der Windenergie und Elektromobilität zu konstruieren. Bis hin zu einem Deutsch-Deutschen WM Finale. Einfach grossartig.

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Tschick

TschickTschick by Wolfgang Herrndorf

My rating: 3 of 5 stars

In vielen Bestseller Listen ganz oben. So ist es in mein Auge gesprungen. Ich mag Roadmovies und die Inhaltsangabe klang vielversprechend. Die Handlung findet dann auch auf der Straße statt, irgendwo im Umkreis von Berlin. Die Hauptdarsteller sind in diesem Falle aber Minderjährige Schüler die nicht in mein Bild vom klassischen Roadmovie passen. Das ist natürlich Geschmacksache. Ein unterhaltsames, leicht zu lesendes Abenteuer dass ich aber eher meinen Kindern geben würde. Für mich ein bisschen zu viel Schülerromantik.

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Strengths Finder 2.0Strengths Finder 2.0 by Tom Rath
My rating: 4 of 5 stars

I like the approach – getting away focusing on areas of improvement and how to get better with them. It is about finding out everybody’s individual skills. Learning about what you´re good at and being yourself. Too many manager still try to be the best in multiple areas instead of building teams with the best level of all strengths needed to be successful. An easy read for a short flight with a huge impact on your future work. Management must read.

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Er ist wieder daEr ist wieder da by Timur Vermes
My rating: 4 of 5 stars

Mal wieder Hitler. So ganz weg ist er ja nie. So einfach der Plot dieser Geschichte ist – so genial ist er. Wieso bin ich da nicht drauf gekommen? Die Handlung ist beides zugleich abstrus und herrlich realistisch. Sie hält allen schweigsamen Mitläufern brutal den Spiegel vors Gesicht und erinnert uns einmal mehr daran, dass ein 2. Hitler durchaus möglich ist. Leihgaben aus “Die Welle” sind durchaus zu erkennen, stören aber nicht. Ganz nebenbei bekommt das Privatfernsehen und die NPD sowieso noch ihr ganz besonderes fett weg. Gut geschrieben, unterhaltsam. Was mich allerdings verblüfft hat – der Film zum Buch ist in diesem Falle aus meiner Sicht sogar noch um einiges besser.

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The Alliance – eine Allianz fürs Leben

Irgendwie kam mir dieser 80iger Jahre commercial spot einer großen Versicherung wieder in den Sinn, als ich dieses Buch las. Nicht nur weil der Buchtitel dieses nahelegt, sondern auch weil eines der mission statements, der Wechsel des Arbeitsverhältnisses von lifelong employment hinzu einer lifelong alliance ist – eine Allianz fürs Leben.
Reid Hoffman, Ben Casnocha und Chris Yeh liefern ein kurzweiliges Werk ab, das Grundlagen des performance managements vor allem für first line manager aus einem anderen Blickwinkel betrachtet. Nämlich der Herausforderg des talent managements im networked age.
Natürlich wäre eine typisch europäische Schutzreaktion, das Ganze mit dem üblichen über-amerikanisiertem Geschwafel abzutun und nicht ernsthaft in Erwägung zu ziehen.
Doch das wäre falsch. Aufgrund seiner einfachen Struktur und der Einteilung in 3 wichtige Säulen, kann dieses Buch gerade für die Manager, die bisher keine Erfahrung mit amerikanischer Unternehmenskultur unter dem Einfluss von Silicon Valley hatten, sehr hilfreich sein. Und zwar für den HR-Manager sowie für den mittelständischen Unternehmer.

Wenn ein Arbeitsverhältnis beginnt, beginnt es in der Regel auf der Basis von gegenseitigem Misstrauen. Nach dem Vorstellungsgespräch oder währenddessen verspricht der Bewerber 100%ige Loyalität und Kontinuität. Der Arbeitgeber tut es ihm gleich. Resultat des Vertrauensverhältnisses, ist ein Arbeitsvertrag mit einer Probezeit, der dieses Vertrauen von Anfang an in Frage stellt. Das Arbeitnehmer-Arbeitgeber Verhältnis ist zerstört.
The Alliance hinterfragt diese Unehrlichkeit und schlägt als Alternative ein Verhältnis auf Augehöhe vor, in dem beide Parteien von Anfang an eine Allianz bilden, um während der Dauer der Beschäftigung für beide Seiten das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.
Für den Arbeitnehmer eine tour of duty in der er sich nach seinen Wünschen beruflich weiterentwickeln kann – und für den Arbeitgeber die bestmögliche Nutzung der Fähigkeiten, des know-hows und seines Netzwerkes (network intelligence) zum beiderseitigen Erfolg.
Aber eben nicht nur so lange wie das Arbeitsverhältnis dauert, (und es ist beiden Seiten von vorne herein klar, dass dieses Arbeitsverhältnis eben nicht lebenslang dauert) sondern auch darüber hinaus durch den Aufbau und die Pflege eines Alumni Netzwerks.
Dieses Buch ist eine gute Ergänzung zu schon bekannten Büchern, die sich mit performance management eingehender beschäftigen wie z.B. Ken Blanchards Situational Leadership. Gerade junior managern würde ich es ans Herz legen, um von Anfang an eine moderne Unternehmenskultur zu schaffen. Aber auch Fachkräfte im Personalwesen bekommen hier gute Erkenntnisse, warum sich der heutige Arbeitsmarkt so stark verändert hat und wie man darauf in Unternehmen reagieren sollte.

Der review auf goodreads ist hier.

Alleingang – Ian Krüger

Ein wegen seiner politischen Lage sehr aktueller Roman. Besonders in Bezug auf die Flüchtlingskrise.
Er ist sehr gut recherchiert und bis in kleinste Detail äußerst glaubwürdig. Hierin liegt aber auch zum Teil die Schwäche des Romans. Ian Krüger beschreibt mit unglaublicher Akrebie Tauchgänge, Tauchgeräte, Marinejargon und Bundesbehörden. Das nimmt zum Teil die Spannung. Manchmal ist weniger mehr und auch hier etwas mehr Handlungsplot gut getan. Die handelnden Personen hätten durchaus genauer und mit mehr Empathie beschrieben werden können. Da Eckernförde meine Heimatstadt ist und der Hauptdarsteller hier stationiert ist, geht mir natürlich immer ein wenig das Herz auf. Das ist auf jeden Fall ein Pluspunkt.
Ich lese Thriller der Unterhaltung wegen – und ja, ich wurde unterhalten.

Review auf goodreads.

Don´t read this without a booze – Post Office by Charles Bukowski

This book is massively destructive. It makes you want to have some booze straight away. If you read it while commuting to work, it may occur that you want to quit your job, cause you start questioning the sense of what your are doing for years to pay your bills.
But surprisingly, it is positive. Cause it reminds you on your real dreams you carried around with you and encourages you to take action on it. Otherwise you end up as many of the characters you meet in this book.
In 1987, I was really at the starting point of my professional career and in my first job, I watched “Barfly” with Mickey Rourke. This film about Henry Chinaski excited me so much that I bought the VHS video tape straight away. From that day on I literally watched it daily, sometimes only for some only for some sequences. It is probably not the best idea to have this film as your favorite at the start of your professional life, but it helped me since now, not to take myself, positions or the job itself to take too seriously, as there should be more in life.
This book (and the film) is really worth reading. I should have read it much earlier. But that´s me. That´s my part of being Henry Chinaski.

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