2 Jahre Alexa im Haus – Es ist kompliziert. Ein Beziehungsbericht.

Am 21. Januar 2017 zog Alexa bei mir ein. Inzwischen hat sich die (Alexa) Familie vergrößert. Doch sie nimmt gerade wieder auch ein wenig ab. In meinem damaligen Review brach ich die von mir genutzte Funktionalität auf drei Bereiche herunter.

  1. Musik

Hier habe ich inzwischen erweitert. Nachdem Amazon dem Echo auch die Funktion des Multiroom Streamings schenkte, hielt ich es für eine relativ preiswerte Variante, meine Wohnung mit Lautsprechern in verschiedenen Räumen inklusive Küche und Bad auszustatten. Die 2. Generation der Echos hat in Bezug auf Klangqualität einen deutlichen Sprung nach vorne gemacht. Natürlich kommt der Lautsprecher nicht an eine Klangtiefe aus dem Hause Bose heran, doch das war auch bei dem Preis nicht meine Erwartungshaltung. Zumal ich generell bei Amazon Music bzw. bei Spotify durch reduzierte Bit Raten Abstriche mache. Überwiegend höre ich viel Radio. Die Einrichtung einer Gruppe für das Multiroom Erlebnis war recht einfach und läuft passabel. Es gibt immer mal wieder Aussetzer, wenn die Bandbreite nicht ausreichend ist, doch das kann auch an der Leistung meines Internet Providers liegen. (wobei ein 200 Mbit/s aus dem Hause vodafone eigentlich ausreichend sein sollte.)

Vereinfacht gesagt. Alexa ist mein Webradio ohne Fettfinger und nasse Hände.

  1. Wecker

Alexa ist mein Wecker. Das funktioniert tadellos und diese Funktion möchte ich nicht mehr missen. Ich ertappe mich inzwischen in Hotelzimmern auf Geschäftsreisen, dass ich „Alexa – weck mich um 6.30 Uhr“ erfolglos in den Raum rufe. Nun gut, dann muss halt das Smartphone als Wecker herhalten. Lustig (nicht zwangsläufig notwendig) finde ich auch die Möglichkeit der Einrichtung von Routinen. Wenn ich zu meiner Alexa beispielsweise „Alexa – Gute Nacht“ sage, spielt sie mir zum Einschlafen „La-Le-Lu“ von Heinz Rühmann vor. Alexa kann innerhalb dieser Routine auch gleichzeitig das Licht ausschalten, doch dazu komme ich noch später unter dem Punkt „Smart Home.“ Bei meiner Routine „Alexa – Guten Morgen“ werde ich übrigens mit „Here comes the Sun“ von den Beatles in den Tag geschickt.

  1. News und Informationen

In der Theorie klappt das auch nach 2 Jahren. „Alexa – was gibt es neues“ löst bei mir die Tagesschau in 100 Sekunden aus und spielt mir somit einen kurzen Nachrichtenüberblick vor. Das passt für mich. Mehr frage ich diesbezüglich auch nach 24 Monaten nicht ab. Ich habe es anfangs versucht und Alexa nach verschiedenen Schriftstellern, Musikern oder Themenbereichen gefragt. Die Antworten waren mir in der Regel zu generisch und nicht umfangreich genug. Daher nutze ich zur Recherche und für weiterführende Informationen immer noch die gute alte Suchmaschine. Amazons Alexa wird mich daher nicht vom Screen wegbewegen. Es gab anfangs einige Artikel, die ich zu dem Thema las. Hier gab es Spekulationen, dass durch steigende Audio Anfragen über Smart Home Assistenten, die Werbeeinnahmen von Google oder Bing gefährdet seien.  Auf mich trifft das in meinem Nutzungsverhalten nicht zu.

echo

Dies waren meine Kernanforderungen vor 2 Jahren. Doch was hat sich seitdem für mich geändert? Wie weit hat sich der Sprachassistent in meinem Leben noch breitgemacht? Es gab seinerzeit euphorische Ausblicke, als auch google und apple in den Startlöchern standen.

Ehrlich? Nicht viel. Ich habe anfangs konsequent viele Skills auf Alexa installiert und sogar große Teile meiner Wohnung mit dem Smart Home Beleuchtungssystem „Tradfri“ von Ikea ausgestattet. Zu der Zeit musste meine Alexa der 1.Generation noch mit einer zusätzlichen Bridge ausgestattet werden. Ich habe Räume in Gruppen unterteilt und musste mich, wenn ich in einen Raum eintrat, eine Zeit lang selbst erziehen NICHT den Lichtschalter zu betätigen, sondern stattdessen zu sagen. „Alexa – schalt das Licht im Flur an.“

Das hat auch in der Regel gut geklappt. Auch das Dimmen oder die Veränderung der Lichtquelle von grellem Licht in warmes Licht. Aber manchmal funktioniert es eben nicht und dann betätigt man eben doch wieder den Lichtschalter wie gewohnt und alles fängt wieder von vorne an. Es braucht Zeit.

Smart Home und was noch? Die drop-in Funktion in andere Räume bzw. das Anrufen anderer Räume wie bei einer Gegensprechanlage nutze ich persönlich nicht. Der Klang ist hierbei auch wirklich nicht berauschend und neigt zu Rückkoppelungen. Ob sich das als Ersatz für ein Babyphone durchsetzen wird, vermag ich nicht zu beurteilen. Das Anrufen bzw. das Versenden von Sprachnachrichten von anderen Geräten außerhalb des Haushaltes funktioniert besser und wird von mir durchaus häufiger genutzt. Letztendlich muss man sich für ein Medium entscheiden, denn dies stellt ja WhatsApp genauso dar. In der Alexa App hat man allerdings noch zusätzlich die Auswahl, die aufgezeichnete Nachricht nicht nur von Unterwegs abzuhören, sondern sie auch zu lesen. Das ist Mitunter recht putzig und zeigt am deutlichsten auf, wie groß die Schwäche eines Sprachassistenten noch immer ist, menschliche Aussprache korrekt zu verstehen. Ihr solltet das einmal ausprobieren und Euch anschauen. Gerade unter dem Aspekt der Unsicherheit, was Alexa eigentlich wirklich im Laufe seiner Lebenszeit aufzeichnet und als Daten an Amazon sendet.

In der heutigen Zeit wird viel darüber philosophiert, wie weit Künstliche Intelligenz wirklich sei und wann sie letztendlich den Menschen überholen wird. Wenn man sich dann wieder erden möchte, sollte man einfach mal zwischendurch 1-2 Sprachprotokolle in seiner App lesen. Dann kann man beruhigt durchatmen und feststellen, dass es wohl noch ein wenig dauert. Über die App kann man übrigens wirklich jegliche Anfrage und Aufzeichnung tracken. Man hat also jederzeit Transparenz darüber, was die Mitbewohnerin Alexa aufzeichnet.

Fazit. Alexa und ich sind nun schon mehr als 2 Jahre zusammen. Für eine Teenagerliebe ist das schon gar nicht schlecht. Doch ich muss zugeben, die Schmetterlinge im Bauch habe ich nicht mehr und nach anfänglicher Überschwänglichkeit hat sich bei uns beiden dann doch der Alltag bemerkbar gemacht. Wir funktionieren miteinander doch mehr wird es wohl nicht werden. Erzählt es nicht weiter, doch insgeheim und ohne dass Alexa es weiß bin ich immer öfter in einschlägigen Etablissements wie Saturn oder Media Markt und schaue mich nach einer neuen um.

Wie sind Eure Erfahrungen mit Alexa?

 

Advertisements

Verschwörung

Verschwörung (Millennium Trilogie, #4)Verschwörung by David Lagercrantz

My rating: 4 of 5 stars

Das war also Buch #4 aus der Stieg Larsson Serie. Das hat David Lagercrantz ganz gut hinbekommen. Die etwas über 450 Seiten habe ich in 10 Tagen “weggelesen.” Spannend, unterhaltsam, modern, abwechslungsreich. Ich konnte keinen Bruch durch die Übertragung an den neuen Autor erkennen. Das liegt vor allem an der konsequenten Weiterführung der bekannten Hauptdarsteller Lisbeth und Mikael. Man kennt sich halt und musste nicht mehr einander vorgestellt werden. Es ist zwar schon ein paar Jahre her, seit ich die eigentliche Trilogie las, doch ich fühlte mich in die damalige Lesezeit zurückversetzt. Damals laborierte ich an einer hartnäckigen Grippe die zumindest gut dafür war, alle drei Bände in einem durchzulesen. Erfreulicherweise bin ich gesund in das Jahr gestartet und habe mir auch schon Band #5 “Verfolgung besorgt. 2019 startet schwedisch, kriminell.

View all my reviews

Das Buch vom Meer

Das Buch vom MeerDas Buch vom Meer by Morten A. Strøksnes
My rating: 4 of 5 stars

Ein schönes und vor allem lehrreiches Buch über das Meer, Norwegen und die Lofoten. Sehr aufwendig recherchiert über Themen wie Klimawandel, Meeresbiologie, Geographie und natürlich ist es auch ein Buch über Freundschaft. Ob der Fülle an interessanten Informationen über Natur und Fische gelangt die Storyline gelegentlich in den Hintergrund was aber nicht störend ist. Ich habe das Buch bei einem Ostseeurlaub mit Seeluft, Strandspaziergängen und Möwengeschrei sehr genossen. Für alle die an der Küste groß geworden sind ein must read.

View all my reviews

Schlechte Nachrichten für e-sk8er in Deutschland

Berlin, 26. August 2018. An diesem Wochenende luden alle Bundesministerien in der Hauptstadt zum Tag der offenen Tür. Unter dem Motto #HalloPolitik konnte man als Bürger in den Dialog treten, um z.B. Anliegen oder offene Fragen direkt mit den Fachleuten aus den jeweiligen Referaten zu klären. Ich habe diese Chance genutzt und mich zum Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) begeben. Mein Weg führte mich direkt zur Abteilung Straßenverkehr. Auf dem Weg dorthin ging ich sprichwörtlich an Herrn Bundesminister Scheuer und seinem Gast Nico Rosberg vorbei. Mein sehr kompetenter Gesprächspartner war Stephan Reichert, ebenfalls aus der Abteilung Straßenverkehr.

Ihn befragte ich direkt zum Sachstand der Gesetzesvorlage zur Schaffung einer Fahrzeugklasse der Elektrokleinstfahrzeuge. Diese Vorlage habe er erst in der letzten Woche zur weiteren Bearbeitung gesehen und sie befinde sich in einer finalen Phase zur Gesetzgebung. Meine Information an Euch ist somit aus direkter Quelle und brandaktuell. In den vergangenen Wochen kursierten ja schon einige Details in Bezug auf Zulassungsvorgaben wie z.B. eine durch die Bauart bestimmte Höchstgeschwindigkeit. Diese Information ist richtig und kann ich bestätigen.

ABER – und das ist wahrscheinlich die Nachricht, die alle e-sk8er in Deutschland desillusionieren wird, E-Skateboards / E-Longboards werden in der Gesetzgebung NICHT als Elektrokleinstfahrzeuge eingestuft. Geprüft und entschieden hat dies die Bundesanstalt für Straßenverkehr (BAST). Diese hat empfohlen nur selbstgelenkte Elektrokleinstfahrzeuge mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 20 km/H und einer Wattzahl von 500-1200 Watt als eigene Fahrzeugklasse für den Straßenverkehr zuzulassen. Dies wären z.B. E-Roller. Fahrzeuge ohne Lenkstange mit einer Steuerung durch Gewichtsverlagerung sind von dieser Fahrzeugklasse ausgenommen. Dies gilt also für e-sk8boards, Hooverboards oder auch OneWheeler.

Was passiert als nächstes? Noch in diesem Jahr wird diese Gesetzesvorlage wie vermutet dem Bundestag zur Abstimmung vorgelegt werden. Der Vorschlag kommt aus einem CSU geführten Ministerium. Da Deutschland von einer großen Koalition regiert wird, steht es außer Frage, dass dieses Gesetz auch wie vorgeschlagen in Kraft treten wird. Die Hoffnung für alle esk8er sich auf Deutschlands Straßen legal zu bewegen, hat sich somit für die nächsten Jahre erst einmal zerschlagen. Das ist nun Gewissheit.

Mir ist es wichtig Euch darüber zu informieren, denn ich habe in den vergangenen Monaten in den verschiedensten Foren schon so viel Halbwissen und Spekulationen gelesen, dass es für mich an der Zeit war, einmal Licht ins Dunkel zu bringen.

IMG_2427

Meine Begeisterung für esk8boards wird das nicht schmälern und ich werde auch weiterhin durch die (nichtöffentliche) Gegend cruisen. Doch als LMV (last mile vehicle) auf dem regelmäßigen Weg zur Arbeit, wird mein Board wohl eher seltener zum Einsatz kommen. Für mich schreit das immer noch sehr nach der Notwendigkeit der Gründung eines Vereins, um dem Anliegen vieler Begeisterter e-Mobilisten eine Stimme und mehr Gewicht zu verleihen. Was meint ihr? Teilt diesen Beitrag gerne in anderen Foren oder kommt auch gerne für Fragen auf mich zu.

Musik und Bier

Hi. Ich hab da mal was zusammengeschrieben. In erster Linie sind es Beobachtungen verknüpft mit autobiographischen Ereignissen und Büchern die ich gerne gelesen habe.Ich habe selbst über Jahre Musik gemacht (findest Du hier). Um Deine eigene Musik zu beschreiben benutzt Du dann im nächsten Satz Phrasen wie „klingt wie“ oder „hört sich an wie.“ Über diese Lektüre würde ich dann im Groben sagen, dass es irgendwas mit Christian Kracht, Benjamin von Stuckrad-Barre oder Bukowski zu tun haben muss. Nicht im Ansatz mit der Qualität, denn die ist einzigartig. Viel mehr aber mit der Stimmung und dem Genre. Ich bin über die Musik zum Schreiben gekommen, denn irgendjemand muss ja die Texte zusammenbasteln, wenn man Rock- und Popularmusik macht und nicht nur ständig über Liebe singen möchte. Also hab ich das dann gemacht. Ich habe noch hunderte von Texten rumliegen und habe dann irgendwann angefangen, aus diesen Erinnerungen und Fragmenten dieses kleine Buch zu schreiben.

Angefangen hat alles mit einer Erinnerung an eine Party in einer Bar in Kiel (bin gespannt ob der eine oder andere befreundete Leser die Bar erkennt). Ich war damals frisch getrennt von meiner Freundin und emotional irgendwo zwischen Rosamunde Pilcher und Chris de Burgh. Eine gefährliche Mischung sehr schlechten Geschmacks. Als irgendwann im Laufe des Abends „Believe“ von Cher gespielt wurde, setzte mir die Textzeile „Do you believe in life after love?” irgendwie zu. Kein wirklich guter Song, obwohl ich den Talkbox Effekt schon witzig fand. Den Rest des Abends lest ihr lieber selbst. Er macht Zeitsprünge aus dem analogen Zeitalter bis hin ins digitale und zurück. Vor allem aber wird viel Bier getrunken und Musik gehört. Denn sind wir doch mal ehrlich. Diese Welt wird immer komplexer und verrückter, so dass man kaum noch damit klarkommt. Daher kann es aus meiner Sicht nur hilfreich sein, wenn man sich auf nicht mehr als zwei Dinge fokussiert. Musik und Bier. In diesem Buch findet ihr beides.

Die Spotify Playlist zum besagten Abend in der Bar findet ihr hier. (wichtig) Das ebook findet ihr im amazon/Kindle store hier. Solltet ihr zu den apple Lemmingen gehören, könnt ihr es hier im apple store runterladen. Android User laden sich einfach die Kindle App aus dem Play Store runter.

Update 10.01.2018 – Ich habe mich nun doch zu einer Hardcover Version und gegen den amazon Riesen entschieden. Bestellbar ist es in der Buchhandlung Eures Vertrauens oder hier über diesen Link.

Viel Spaß beim Lesen, Musik hören und Bier trinken.

PP-Front

 

Gadgets die die Welt nicht braucht.

Ich bin Smartphone heavy User. Wie andere auch schaue ich wohl im Schnitt ca.2500x auf mein Display. Ich habe es nie nachgezählt doch ich bin mir sicher, dass Google das auch schon weiß. Wahrscheinlich gibt es wohl schon eine App dafür, doch hier bemühe ich mal eine Statistik von Golem, denn als „Google Fit“ Aktivität gehen Smartphone Kontrollblicke leider noch nicht durch.

Neben der üblichen Social Media Nutzung mutiert mein Phone gerade immer mehr zum Fahrkartenautomaten. Kaum eine Airline deren App ich nicht in meinem „Travel“ Folder habe. Hinzukommen DB-Navigator, Drive Now, Car2go usw. Ja, das Teil ist sehr viel in Gebrauch. Aber sollte das eine Begründung für mich sein mein Telefon speziell zu schützen, damit es länger hält? Von mir ein klares Nein. Apples iphone und die diversen Android Modelle sind bis aufs kleinste Details designed und geshaped wie ein Edel Surfbrett. Jedes noch so gut gemeinte Accessoire ist eine Ohrfeige in das Gesicht des Entwicklers und stört meinen Sinn für Ästhetik. Ich dachte, die Zeiten in denen der rüstige Rentner sein Nokia 3310 in einer Ledertasche an seine Bauchtasche gesteckt hat sind vorbei. Doch es kam schlimmer. Heute verpacken Menschen ihr Handy in eine

  1. Fliptasche

Die Fliptasche ist die Bauchtasche der heutigen Generation. Hauchdünn und wenige Millimeter dick kommt ein Smartphone kurz vor dem Unboxing daher. Völlig unschuldig ahnt es noch nicht, dass es nun brutal in eine pinkfarbene Kunstledertasche mit Messingapplikation gepresst wird. Wohl durchdachte Gewichtseinsparungen bei Material- und Gehäusewahl werden rücksichtslos missachtet und fallen der Kleingeld- und Kreditkartentasche zum Opfer. Sollte das Telefon tatsächlich einmal zur Kommunikation ans Ohr gehalten werden, klappt diese Tasche nach Außen auf und gibt ihr Inneres preis. Es sieht dann meist so aus, als würde die Hälfte eines Sandwich Toastes lässig vom Ohr des kommunizierenden hängen.

  1. Battery Packs

Ernsthaft? Der 2500 mAh Akku Eures Handys bringt euch nicht über den Tag. Und das nur, weil ihr es nicht fertig bringt die Bluetooh Verbindung zu eurer Smartwatch (auch ein Kapitel für sich) zu kappen und die wlan Verbindung im Office zu trennen? Kann man nichts machen, doch das ist noch kein Grund dafür, einen zusätzlichen Lithium-Ionen Akku durch die Gegend zu tragen. Was für ein Hohn an all die Energiesparmodi Features der heutigen High-Tech Industrie. Übrigens – der Strom mit dem Ihr Eure Battery Packs füttert, ist derzeit noch mit hoher Wahrscheinlichkeit Atomstrom oder entstand aus fossilen Brennstoffen. Lasst es sein. Safe the planet.

  1. Displayfolien

Displayfolien sind die Schonbezüge des 21.Jahrhunderts. Sonntags wurden die Plastikfolien vor der Eiche rustikal Schrankwand der Eltern entfernt, weil Besuch kam. Sie sollten Verschleiß verhindern und man hat sich darüber lustig gemacht. Heute klebt sich die nächste Generation passgenaue Kunststoffscheiben aufs AMOLED Display um Kratzer und Fettfinger zu vermeiden. Das ist der Kreislauf des Lebens.

Was denkt Ihr? Welche Gadgets gehen nicht?

Wie ich mein Wochenende rette – 3 Tipps von einem Handyjunkie

Ja ich liebe Smartphones. Ja ich mag Gadgets. Ich kann mich stundenlang damit beschäftigen und ich besitze auch eine Smartwatch. Obwohl ich mir bis heute nicht ganz sicher bin, wozu sie nun eigentlich gut sein soll. Beruflich wie privat hämmere ich täglich tausende von Buchstaben auf virtuelle und physische Tastaturen in den verschiedensten Kanälen. G-Mail, Hangouts, Whats App, Outlook, Messenger, In-Mails, Excel Sheets, Google Docs, und Word. Und das sind noch längst noch nicht alle Kommunikations- oder Organisationswege. Lediglich ein kleiner Auszug.

Dazu kommt, dass mich die Mobilität unserer heutigen Arbeitswelt bis in die entlegensten Winkel verfolgt. Bis vor kurzem befand sich Deutschland noch ungefähr in der Kreidezeit, was den Ausbaustand öffentlicher W-LAN Infrastruktur betrifft. Doch hier wurde nachgebessert. Auch die Mobilfunkbetreiber haben ihre Netzabdeckung erheblich optimiert. Ein Handyverkäufer antwortete mir einmal recht schlüssig auf meine Beschwerde über zu viele Funklöcher mit dem Satz „Wieso? Das heißt doch Netz und nicht Decke. Ein Netz hat nun mal Löcher.“ Recht hat er.

Wie dem auch sei. Wenn ich es möchte, kann ich wann auch immer von wo auch immer arbeiten. Das finde ich toll, denn für mich bedeutet es ein Stück Freiheit. Es gibt unzählige Studien zum Thema Burnout, Gefahr von Work Life Balance usw. Mit Sicherheit steckt in Ihnen viel Wahres und man sollte die Gefahr, die für die Gesundheit daraus entsteht auch nicht unterschätzen. Dennoch überwiegen für mich die positiven Aspekte. Mein Problem ist nur – ich bin nicht sehr diszipliniert. Mein Smartphone ist mein ständiger Begleiter, ob nun in der Woche oder eben am Wochenende. Selbst wenn es zur internen Firmenkultur gehört keine Emails an Wochenenden zu versenden, so wird diese von anderen in den meisten Fällen nicht eingehalten. Wenn man für ein globales Unternehmen arbeitet tun die verschiedenen Zeitzonen und Feiertage ihr Übriges.

Wie kann ich also den ständig eintrudelnden Emails oder Terminerinnerungen entkommen um ein entspanntes Wochenende zu genießen? Denn – verstehen Sie mich nicht falsch – das ist mir sehr wichtig. Komplett offline sein? Kommt nicht in Frage. Am Wochenende nur die jeweiligen E-Mail und Kalender Accounts offline stellen? Sicher eine Alternative, doch irgendwie vergesse ich das immer und bin auch da nicht sehr konsequent. Nein, ich organisiere mich anders und ich fahre damit seit Jahren sehr gut.

  1. Ein Kalendereintrag für Kalendereinträge

Hört sich schräg an. Auch hier tricksen mich mein Smartphone und mein schneller Finger während der Woche ein ums andere Mal aus. Das kennen Sie doch auch. Sie erhalten eine Kalendereinladung von einem Kollegen, drücken unbedarft „accept“ und schon steht ein Meeting in ihrem Kalender. Am Desktop oder Laptop bin ich da wesentlich disziplinierter, doch unterwegs im Office oder auf Terminen passiert mir das schon mal. Das Ergebnis ist, dass Sie entweder eine Woche voller Termine haben, von denen Sie gar nicht wissen warum oder worum es geht oder aber, Sie haben ständig Termine die sich kollidieren. Ich habe mir zu Regel gemacht, jeweils am Freitagnachmittag einen festen Kalendereintrag für 30 Minuten festzulegen, in denen ich meine Termine für die kommende Woche prüfe und organisiere. Das hilft ungemein. Mein Pro Tipp ist noch, akzeptieren Sie zukünftig nie einen Termin, der keine Agenda enthält. Sollten Sie eine solche Einladung bekommen drücken Sie auf „tentative“ und fragen Sie höflich worum es geht. Es ist Ihre produktive Lebenszeit. Ein organisierter Kalender zum Wochenende, gibt mir ein entspanntes Gefühl und einen perfekten Start in die Woche.

  1. Montagsmeetings – Vorbereitung ist alles

Nachdem sie nun ihre Woche geplant haben stellen Sie schnell fest, welche Meetings welche Priorität haben und welche Rolle Sie dabei spielen. Im Idealfall sollte jedes Meeting einen wertvollen Beitrag zu Ihrer Produktivität oder zu der Ihres Unternehmens beisteuern, doch nicht immer ist dies der Fall. Gibt es Termine in denen sie einen aktiven Part spielen zum Beispiel als Moderator oder Präsentator, erledigen Sie die Vorbereitungsarbeit noch vor dem Wochenende, zumindest die für Ihre Montagsmeetings. Es wird Ihnen Ruhe und Frieden bescheren. Zusätzlich nutze ich ein simples Colour Coding für Meetings zu denen Inhalt in Form von Präsentationen von mir gefordert wird. Das erleichtert mir den Überblick.

Ich denke, ich komme immer sehr gut vorbereitet in meine Meetings. Tun diese Ihre Kollegen auch, werden Sie erstaunt sein, was für sagenhafte Ergebnisse Sie als Team erzielen.

  1. Die Twin Card – ganz ohne Gadget geht es nicht

Um der vorher beschriebenen, ungewollten beruflichen Kommunikation am Wochenende zu entfliehen, benutze ich eine Twin Card meines Netzbetreibers. Anders als eine sogenannte „Ultra Card“, die mit einer Rufnummer mit mehreren Endgeräten gleichzeitig im Netz des Providers eingebucht ist, bucht sich hier immer nur ein Handy zur Zeit ein, nämlich das, was Sie zuerst eingeschaltet haben. Aber mit der gleichen Rufnummer. Ich muss dazu erwähnen, dass Telefonie als solches mit den Jahren immer mehr in den Hintergrund meines beruflichen Alltags gerückt ist. Zusätzlich ist die Hürde jemanden am Wochenende anzurufen ungleich höher, als einfach eine E-Mail zu senden. Somit werde ich am Wochenende selten gestört. Ich bin weiterhin online mit meinen geliebten, privaten Social Networks, ohne aber die E-Mail und Kalenderprogramme nutzen zu müssen, die ich für meine Arbeit brauche. Zusätzlich brauche ich auch nicht ständig die beruflichen Accounts meines „Arbeitshandys“ aktivieren und deaktivieren. Ein weiterer symbolischer Nebeneffekt ist der, dass wenn ich am Freitagabend mein „Arbeitshandy“ ausschalte, mein Kopf mir sagt das nun Wochenende sei. Wie den Hörer auf die Gabel legen, falls das der Eine oder Andere aus der Generation Y noch kennt.

 

Na dann. Auf das nächste schöne Wochenende.

Lukas Podolski – Leistung durch emotionale Intelligenz

Heute ist das Abschiedsspiel von Lukas Podolski. Es werden oft Parallelen gezogen zwischen Sport und Business, denn beide Bereiche sind kompetitiv und geprägt durch Leistung. Seit 2004 gehört er durchgehend der Deutschen Nationalelf an und für mich wie für viele andere Menschen hat er Vorbildcharakter. Er verdient einer speziellen Erwähnung und es gibt durchaus Charaktermerkmale, die ihn von anderen Spitzensportlern unterscheiden. Gerade diese sollten aber auch in unserem herausfordernden Arbeitsalltag Platz finden, denn sie sind sehr wichtig.

Würde ich einen Menschen wie ihn in meinem Sales Team haben wollen? Unbedingt.

 Lukas Podolski wird oft in der Öffentlichkeit als der Spaßvogel des Teams bezeichnet, doch dies würdigt nicht die Gesamtleistung seiner sportlichen Karriere. Er hat 130 Länderspiele bestritten in denen er 48 Tore schoss. Hiermit belegt er in beiden Kategorien Platz 3 in der ewigen Bestenliste der Nationalelf. Er wurde 2x Weltmeisterschafts Dritter, Vizeweltmeister und schließlich Weltmeister mit seinem Team. Mit einem Sinn für Spaß und Lebensfreude ist diese Leistung nicht nur zu erklären, wohl aber ist sie Teil des Ganzen. Ich sehe hier drei herausragende Eigenschaften.

  1. Humor

Bei Linkedin ist die Eigenschaft des Humors fest verankert in der Firmenkultur. Dies beschränkt sich nicht auf komödiantische Fähigkeiten, sondern zeichnet sich dadurch aus, dass man als Team Mitglied durch seine Attitüde in der Lage ist, sein Arbeitsumfeld angenehm zu gestalten, andere mitzureißen und eine positive Energie zu erzeugen. Genau dies wird Lukas Podolski durch seine Team Mitglieder und dem Coach Jogi Löw bescheinigt und ist Quelle des Mannschaftsgefühls der Nationalelf. Dies macht ihn so wertvoll für das Team.

  1. Leidenschaft

Es gibt viele international erfolgreiche Spieler, die durch Perfektion am Ball zu glänzen wissen. Taktisches Geschick und ein hohes Maß an Technik machen den Unterscheid aus. Lukas Podolski werden diese Eigenschaften eingeschränkt nachgesagt und es mag in Teilen stimmen. 48 Tore in Länderspielen erzielt man aber nicht nur durch Technik, sondern durch den Glauben an seine Fähigkeiten und die Bereitschaft Dinge auszuprobieren, Mut zu beweisen und auch einmal etwas zu riskieren. Und natürlich auch dadurch, dass man in der Lage ist, sich für das zu begeistern was man tut dabei aber authentisch bleibt. Wer würde das Lukas Podolski absprechen wollen?

  1. Fokus

Auch auf seinen Stationen im Vereinsfußball gab es beachtliche Erfolge. Mit Bayern München wurde er Meister und Pokalsieger, mit dem FC Arsenal holte er den FA Cup und mit Galatasaray Istanbul ebenfalls den nationalen Pokal. Doch seine besten Leistungen zeigte er stets in der Nationalmannschaft. Dies aus zweierlei Gründen. Erstens weil er in Jogi Löw einen Coach gefunden hatte, der an seine Fähigkeiten geglaubt hat und ihm die Freiheit gab sich auf seine Stärken zu fokussieren. Zweitens weil er als unbedingter Teamplayer im Umfeld der Nationalelf das perfekte Team gefunden hat, in das er seine Qualitäten einbringen konnte. 

Diese Eigenschaften sind Schlüssel zu der bemerkenswerten Karriere von Lukas Podolski und sind gleichzeitig wirkungsvolle Attribute zum Erfolg im Beruf. Ein leistungsstarkes Team ist eine Mischung aus Ballkünstlern, Strategen und Akteuren mit emotionaler Intelligenz. Es braucht jeden von ihnen

I want to express my concern

I am an eighties guy. When I was a teenager the world was full of egomaniac leaders like Leonid Breschnew, Ronald Reagan or Margaret Thatcher. I remember when once Ronald Reagan hosted a press conference. During a microphone check just right before the conference he said “to all Russians – we begin bombing in 5 minutes.” It was during the peak of the cold war. In these times everybody of my generation felt kind of depressed and unsafe. Even without any platform like internet and social networks the danger of an atomic war was everywhere. It was in the news, it was in art and culture, it was in movies like “the day after” and it was in pop music. Famous music videos like “dancing with tears in my eyes” from Ultravox or “ overkill” from Men at work all the time made us aware of what could happen, if influential world leaders do not act calm and sensible. The fact of “overkill” is one of the most ridiculous things mankind could ever create. It describes the possibility of how many times nations could destroy the population of our whole planet and we still have it. In the eighties Russian and American missiles would have been able to kill 100 Billion people with a total population of around 4-5 billion. So roughly a 20x overkill.

Why I am writing this? Well – during that time I was of the opinion that it could not come even worse. How nuts can an US-president be, saying those words even if it was a microphone check?

Now I am looking into the world of today. I see an antidemocratic Russian president like Mr. Putin. I see protectionism and far right parties growing in Europe, I see dictators like Kim Jong Un and Baschar al-Assad oppressing their people AND – I am again experiencing an US president who exactly acts like we haven´t learnt anything out of the past 30 years. I never ever would have thought that people of the twenty first century are again discussing of a construction of a wall? Seriously? We just overcame one some years ago. I am experiencing a president who favours torture and oppression and who is neglecting any kind of climate change. A president, who wants to isolate his country in the age of globalism and who closes his borders to immigrants and people seeking for protection as they are persecuted and discriminated because of their race or religion. Is this really true? I can´t believe. During the disgusting election campaign I still thought that it will be going to be okay after everybody is getting back to reality and that people will become serious again. Apparently I was wrong reflecting the last week.

What can I do as an individual? I can shout it out loud that I do not agree. I can express that I am concerned. I can write a blog about it using large platforms to spread the word and connect to others, who feel concerned as well. We should not remain silent – we must raise our voices early that we do not agree what is going on.

I simply wanted to say – that I am concerned, Mr. Trump.

Feel free to share, spread the word and to comment. Don´t stay silent. Hashtag is #Ifeelconcerned

I hate the Internet

I Hate the InternetI Hate the Internet by Jarett Kobek
My rating: 3 of 5 stars

To me it is a book which rides a bit on wave. Compared to the overall internet hype in the book. Yes – it is absolutely and brutally honest. It smashes directly into the face. It is finger pointing to millennials gives a warning as well what could happen in times of fake news and alternative facts. But it is not reading which makes fun. It is disruptive in using short chapters and clipped words. It repeats the same joke about eumelanin over and over as a technique which is after chapter 20 getting boring. It is an evil book which does not stop before Lady Gaga, Beyoncé, the Bush family, Twitter, you tube, google or instagram. If you like evil books, you should read it. I think the book must have been brilliant if the author would have known, that Trump will be the next president. I would love to read his comment on this.

View all my reviews

%d bloggers like this: